ACHTUNG: Wechseljahre-überflüssiger als ein Kropf!

Kirsten Kröger über Wechseljahre

Rückblick: (lange bevor ich über Wechseljahre nachdachte)

Ich, 13 Jahre, saß mit übelsten Bauchweh auf dem Klo und starrte wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf meine Unterhose.

Da waren sie… meine Tage!

Unspektakulärer als ich mir vorgestellt hatte.

Wie sehr hatte ich mich in meiner kindlichen Unbefangenheit danach gesehnt.

Endlich hatte auch ich meine Regelblutung und fühlte mich prompt erwachsen!

Quasi aus dem Nichts heraus.

YIPPHI YEAH!

Aufgeregt rief ich meine Mutter herbei und strahlte sie an – stolz wie Bolle. Sie aber verzog nur das Gesicht, gab mir eine Packung Binden und mahnte zur Eile, da wir auf dem Weg zu einer Feier waren.

Ich konnte ihre Reaktion gar nicht so recht nachvollziehen. Im Gegenteil, ICH hätte diesen Augenblick am liebsten gefeiert, oder besser gesagt: zelebriert!

So wie die Indianer, wenn sie mit Gesang ums Feuer tanzten.

Ich fühlte mich wie eine Fruchtbarkeitsgöttin und wünschte mir, genauso behandelt zu werden. Leider war es der Lauf der Zeit und nichts Exotisches, wenn Mädchen ihre Tage bekamen, ergo wurde darüber nicht weiter gesprochen.

Meine erste Amtshandlung auf der Feier war, es meiner Freundin zu erzählen. Sie war nicht sonderlich überrascht, denn sie hatte ihre Periode schon ein halbes Jahr lang. Ihrer Meinung nach war es lästig, ich hingegen fühlte mich irre erwachsen und lief den ganzen Abend mit einem grenzdebilen Grinsen durch die Gegend.

Nur beim Gehen hatte ich so meine Schwierigkeiten.

Mit jeder Bewegung merkte ich, wie das Blut in die Binde floss, und ich hatte immerzu Angst, es würde mir am Bein entlang laufen. Deshalb blieb ich alle paar Schritte stehen, beugte mich möglichst unauffällig vor und guckte auf meine Beine und Füße, ob auch ja alles dicht war.

Das sah nicht nur bescheuert aus, sondern wurde auf Dauer anstrengend und meine Euphorie ebbte ein wenig ab.

Meine Freundin versicherte mir, dass ich mich mit der Zeit daran gewöhnen würde.

Ich gewöhnte mich nie daran!

37 Jahre später... (jetzt denke ich über Wechseljahre nach)

…endlich bin ich sie los, die »rote Phase«.

Zumindest das monatliche Geschmiere.

Ich hatte es mir so lange herbeigesehnt. Und nun ist es soweit und ich weiß gar nicht so recht, wie ich mit diesem Umstand umgehen soll.

Bin ich beglückt?

Bin ich traurig?

Keine Ahnung … was ich aber mit Bestimmtheit weiß ist, dass es sich nicht spürbar besser anfühlt als vorher.

Jetzt bin ich in den Wechseljahren.

WECHSELJAHRE … was für ein blödes Wort.

Nur alte Frauen sind doch in den Wechseljahren.

BOAH, bin ich jetzt etwa schon alt?

Bei dem Gedanken überschwemmt mich mal wieder eine Hitzewelle. Ich fühle mich, als würde ich innerlich brennen. Ich reiße mir meinen Pulli aus der Hose und fächere mir Luft zu.

So muss sich ein Maiskorn fühlen: Ständiger Hitze ausgesetzt, dann macht´s »Plopp« und zack … POPCORN!

Holy Fuck.

Watt´n Scheiß.

Vom Regen in die Traufe.

Welche Frau braucht das?

Keine!!

Und doch ist es, wie es ist, und ich kann nichts daran ändern.

Ich komme ins Grübeln und mir wird schlagartig klar, das ich jetzt obendrein keine Kinder mehr gebähren kann. Eine Welle von Traurigkeit erfasst mich. Ich bin so intensiv in diesen Gedanken versunken, dass ich nicht einmal merke, wie mir Tränen über die Wange laufen.

War da nicht vor kurzem erst ein Beitrag im Fernsehen über eine Spätgebärende 55-jährige Frau, die Drillinge bekommen hat?

HILFE … wer will das denn?

Ich auf jeden Fall nicht!

Wieder in der Realität angekommen, denke ich an meine drei eigenen Kinder und deren Geburten.

Eine schlimmer als die andere.

Schon beim ersten Kind schwor ich mir, NIEEE wieder schwanger zu werden.

Und dennoch kamen zwei weitere hinterher.

Die Kinder sind mein größtes Glück und ich bin unheimlich froh darüber, dass der liebe Gott alle Frauen dieser Welt, mit so viel innerer Kraft und Stärke ausgestattet hat.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Geburtenrate gefährlich sinken würde, wenn Männer die Kinder gebähren müssten.

Da fällt mir spontan ein Erlebnis ein, als ich noch im vollen Saft meiner Blüte stand …

Rückblick die zweite... (Menopausen-Wunsch einmal monatlich bitte)

…Wochenende, und endlich mal wieder Zeit für meine Mädels. Mein Erstgeborener war bei den Großeltern erstklassig untergebracht, mein Ehegatte hatte zeitgleich mit mir seinen »Männerabend«. Mangels Auswahl von Lokalitäten in unserem Dorf, in derselben Kneipe wie wir.

Shit Happens!

Ich traf mich mit meinen Freundinnen Ilka und Sieglinde und freute mich auf das gemeinsamen Essen. Im Raum nebenan, am »Stammtisch« saß meine bessere Hälfte mit seinen Kumpels und spielte Karten.

So weit so gut.

Ich sollte vorab dazu sagen, dass meine Freundin Siggi ein elfenhaftes wunderschönes Wesen war. Einziges Handycap: Ihre Brille mit glasbausteindicken Gläsern.

Bildhaftschön, aber blind wie ein Huhn!

Kirsten Kröger über Wechseljahre

Wir hatten just bestellt, als Siggi uns nach einem Tampon fragte. Ilka und ich schauten uns an und schüttelten zeitgleich die Köpfe.

Dennoch kramte ich in meiner Tasche und wurde fündig.

Ich hatte eine Damenbinde dabei.
Dick und knautschig!
Nicht so elegant, schlank und hübsch verpackt wie heutzutage.
Nein, wulstig und unhandlich.

Freudestrahlend und erleichtert machte sich Siggi auf zum Klo.

Die Binde eingeknüllt in ihre Hand, so das niemand nur im entferntesten erahnen und erkennen konnte, welches Corpus Delikti sie bei sich trug.

(Damals empfanden wir es als äußerst peinlich mit Hygieneartikeln gesehen zu werden).

Sie ging zielstrebig in Richtung Toilette, kam plötzlich mächtig ins Stolpern, verlor den Halt und hielt sich voller Panik am nächstbesten Stuhl fest, um nicht vollends den Sittich zu machen.

Voller Entsetzen stellte sie fest, dass sie währenddessen mit Schwung die Damenbinde in Richtung Stammtisch warf.
Sie landete mitten auf einem Kartenstapel und es herrschte für ein paar Sekunden absolute Stille.

Die Männer, mittlerweile deutlich alkoholisiert, starrten wie die Ölgötzen und stumm wie Fische auf die Binde. Siggi bekam einen hochroten Kopf und wäre am liebsten im Erdboden versunken.

Der Erste, der seine Sprache wieder erlangte, war ausgerechnet mein Mann.

»Sieglinde, hier liegt eine Binde«.

Das Gelächter der Männer war unbestreitbar ein Dorf weiter zu hören.

Siggi, kehrte auf dem Absatz um, verließ mit hochrotem Kopf den Raum und setzte sich völlig aufgelöst wieder an unseren Tisch.

»Ich will hier weg«, jammerte sie.

Ilka und ich redeten mit Engelszungen auf sie ein. Wir versicherten ihr, dass das doch alles gar nicht soooo schlimm sei und das so etwas doch jedem einmal passieren könnte und sie sich deshalb doch gaaaaaar keine Sorgen machen bräuchte.

Wohl wissend froh zu sein, dass uns das nicht passiert war.

Sieglinde atmete tief durch und ihre Gesichtsfarbe regulierte sich allmählich.

»Die blinde Sieglinde, lässt fliegen ihre Binde«.

Das war mein Mann!

Oh mein Gott!

Peinlicher konnte es gar nicht mehr werden.

Doch, wurde es!

»Blinde Sieglinde, schenk mir Deine Binde und überwinde geschwinde Deine Schmach…. Männers… ich glaube das ist von Shakespeare….. glaube ich«, lallte Julius der Freund von Ilka.

Ohrenbetäubendes Gelächter der Mannsbilder, – wir Mädels starrten uns entsetzt mit offenen Mündern an und sagten unisono: »Weg hier«!

Zwei Stunden später saßen wir noch immer grölend und mit Proseccogläsern in der Hand auf dem Sofa und hielten uns vor lauter Lachen die Bäuche.

Niemand von uns verlor jemals wieder ein einziges Wort über diesen Abend. Weder die »Männerstammtischrunde«, noch wir Mädels.

WECHSELJAHRE!

Wieso macht mich dieses Wort so kirre?

Ich habe keinerlei Erklärung dafür.

Was ich aber mit Bestimmtheit sagen kann ist, dass ich seit längerem unter Hitzeattacken leide. Sie kommen und gehen wann sie wollen. Ich habe überhaupt keinen Einfluss darauf und das nervt mich!

Nachts wache ich auf und schmeiße alles von mir, weil ich das Gefühl habe, in Feuer zu baden. Aber nur für einen kurzen Augenblick. Sobald diese blöde Welle abgeebbt ist, fange ich an zu frieren und ziehe mir meine Decke bis über beide Ohren und achte akribisch darauf, ja kein Zugloch vergessen zu haben.

Nur, um einen kurzen Augenblick später wieder alles von mir zu schmeißen.

Gott, wie soll eine Frau dabei ein Auge zu bekommen, geschweige denn überhaupt morgens erholt aufwachen?

Und damit nicht genug!

Meine Hormone drehen ebenfalls völlig durch.

Früher wusste ich grundsätzlich, wann PMS (Prämenstruelles Syndrom) im Anmarsch war. Ich konnte die Uhr danach stellen.

Pünktlich auf die Minute wurde ich zur Furie und brauchte tonnenweise Schokolade!

Zum Leidwesen meiner Familie.

Mein Mann und die Kinder verstanden, freilich damit umzugehen, und gingen MIR und jeglichen Debatten MIT MIR, aus dem Weg.

Ich hingegen suchte die Konfrontation.

Ich wollte meine überschüssige Hormonproduktion rigoros entsorgen.

Doch meine Familie nahm mich in dieser Zeit überhaupt nicht ernst.

Das wiederum machte mich umso angriffslustiger und ich teilte von Zeit zu Zeit unfairerweise heftig aus.

Sie lächelten mich milde an und gingen ihrer Wege.

SHIT!

Ergo, machte ich lange Spaziergänge mit dem Hund. Vorzugsweise im Feld, dort konnte ich ungestört meine Frustration rauslassen und Bäume anschreien, ohne für bekloppt gehalten zu werden.

Ein Umstand, der gewisse Vorteile hatte.

Der Haussegen blieb stabil konfliktfrei.

Ich sitze soeben in meinem Lieblingssessel und heule.

Warum?

Null Plan!

Mein Name ist Hase.

ICH WEIß ES EINFACH NICHT!!!

Und nicht nur das …

…ich bin völlig depressiv.

Die Arbeit k….mich an, ich fühle mich alleine, dick und hässlich, das Wetter ist scheiße und erst meine Haare…..

Ich liege in Embrionalstellung im Sessel und tue mir ganz schrecklich selber leid.

Holy Fuck!

Wann hört das endlich auf? Gestern war ich doch noch gut drauf und heute geht meine Welt unter.

Ich schnappe mir mein Laptop und google nach »Wechseljahre« anderes Wort für »Klimaterium«.

OH MEIN GOTT, »Klimakterium« hört sich ähnlich an wie »Krematorium«.

Sollen sich Frauen etwa schon so langsam bereit machen, ihren Blick in Richtung Erde zu werfen?

Jetzt wo sie ausgedient haben, weil sie keine Leibesfrucht mehr in sich beherbergen können?

Freunde der Nacht, ABER NICHT MIT MIR!!!

Ähm jaaaa,….Zurück zur Namensgebung!

Für jedes beschissene Wort erfinden die Menschen heutzutage Ersatzbegriffe, nur für das Wort “Wechseljahre” nicht.

LOL (soll heißen: Lächeln ohne Laut – meine Tochter hat mich aufgeklärt) (Augenverdrehen meinerseits).

Ich lese so vor mich hin und abrupt springt mir ein Satz förmlich ins Gesicht:

…die Wechseljahre können bis zu 4 Jahren andauern.

4 Jahre….

….WAAAAAAS?

4 J A H R E ????

Herrschaftszeiten, so lange muss ich diesen Mist ertragen?

Ich kugel mich erneut ein und heule weiter.

Na dann Prost Mahlzeit!  

Wikipedia sagt:

Das Klimakterium (von griechisch klimaktér „Stufenleiter, kritischer Zeitpunkt im Leben“) bezeichnet bei der Frau (sowie bei Kühen von Grind- und Schwertwal) die Jahre der hormonellen Umstellung, im Deutschen früher auch Stufenjahre genannt, vor und nach der Menopause mit dem Übergang von der reproduktiven zur postmenopausalen Phase. Diesen Zeitabschnitt bezeichnet man auch als Wechseljahre.

Eingeteilt werden die Wechseljahre in 4 Stufen:

1. Prämenopause

Durch den Rückgang des Progesteronspiegels kommt es zum Auftreten von ersten unregelmäßigen bzw. gelegentlich ausbleibenden Menstruationszyklen.

2. Menopause

In dieser Phase stellen die Eierstöcke ihre Produktion ein und die Menstruation bleibt endgültig aus.

3. Perimenopause

Das ist der Zeitraum zwischen der Prä- und Postmenopause.

4. Postmenopause

Dieses ist der Zeitraum von etwa zwölf Monaten nach der letzten spontanen Menstruation.

Bei manchen Frauen beginnen die Wechseljahre schon im Alter von 40 Jahren, bei anderen treten sie erst Mitte- oder Ende 50 in Erscheinung.

Was genau geschieht während dieser Zeit?

Eine wichtige hormonelle Änderung ist der Rückgang des Östrogens, welches in den Eierstöcken gebildet wird und für den Menstruationszyklus zuständig ist.
Bei Einsetzen der »Meno-Transformation« (ich finde dieses Wort zweifellos wohlklingender) singt der Östrogenspiegel deutlich ab und der Monatszyklus gerät ins schwanken.

Die Blutungen werden stärker oder schwächer und die Abstände immer größer, solange bis die Blutung endgültig ausbleibt.

Das ist gleichermaßen der Zeitpunkt, an dem die »fruchtbare« Zeit der Frau endet.

Faktisch ja eine gute Sache, oder?

Denn welche Frau möchte schon auf Grund altersbedingter osteoporoser Rückenschmerzen wie ein in die Jahre gekommenes, schwangeres, Wombat durch die Gegend schwanken?

Wechseljahre = Beschwerden jeglicher Art

Und als sei das alles nicht schon bescheiden genug, stellen sich womöglich Beschwerden ein, wie:

Alter Schwede!

Ärzte und Apotheken reiben sich die Hände!

Ich selbst lehne etliche gängige Medikamente entschieden ab.

Meine Beschwerden behandel ich seit kurzem mit Hilfe von Ölen.

Sie wirken Wunder, sind absolut unbedenklich und dennoch hoch wirksam.

Seitdem ich die Öle benutze, fühle ich mich wie ein neuer Mensch. Und das Beste daran:
Ich schlafe nachts wieder durch!

Ich bin wieder voll in meiner Energie und lasse mich durch diese, durchaus anstrengende Zeit, nicht ins Boxhorn jagen.

Im Gegenteil!

Für mich beginnt jetzt ein ganz neuer Lebensabschnitt!

Ich habe weiterhin unendlich viele Wünsche auf meiner »MAGIC TO DO – LIST« stehen und freue mich wie ein kleines Kind darauf, all das in Angriff zu nehmen!

Wie sieht es bei Dir aus?

Existiert für Dich ebenfalls so eine Liste?

Oder bist Du angsterfüllt und dadurch ausgebremst?

Insbesondere Frauen in den Wechseljahren haben oftmals Angst davor, die für sie wichtigen Lebensentscheidungen zu treffen!

Komm gerne in meine kostenfreie Facebook-Gruppe und teile Deine Erfahrungen mit mir und anderen, denen es genauso oder ähnlich ergangen ist.

Ich bin sehr gespannt darauf, was Du zu berichten hast, und freue mich riesig auf Dich!

Wenn Du jetzt schon direkt mehr darüber erfahren möchtest, wie auch Du es schaffst, die »Wechseljahre« trotz ihrer unschönen Begleiterscheinungen die schönste Zeit für Dich werden zu lassen um endlich wieder mit Leichtigkeit mutige Entscheidungen treffen zu können, dann lass uns darüber sprechen.

Melde Dich einfach hier für ein kostenfreies Gespräch mit mir an, bei dem ich Dir ganz konkret sagen werde, ob und wie ich Dir in Deiner aktuellen Situation weiterhelfen kann, damit auch Du zurück in Deiner wahren Lebensfreude und Leichtigkeit finden kannst, um mit voller Freude Deine »MAGIC TO DO-LIST« anzugehen.

Und denke stets daran… Es ist DEINE bewusste Entscheidung, wie Du Dein glückliches Leben gestaltest!!!

Und rufe Dir immer wieder ins Bewusstsein, was für ein einzigartiger Mensch Du bist!

Sei großartig und einmalig!

Deine Kirsten

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